Wer im Gefühl steht, kann nicht logisch denken. Da ich immer noch auf der emotionalen Welle unseres tollen Tages unterwegs bin, fällt dieser Rückblick entsprechend aus. Seit also gewarnt, hier spricht jetzt mehr das Herz als der Kopf. – Ihr habt dafür gesorgt, dass dieser vertikale Marathon etwas einzigartiges wurde. Ein Moment of Excellence über 15 Stunden. Die Atmosphäre, Euer Umgang untereinander und Eure sportlichen Leistungen waren beispiellos. Nicht zu vergessen der gute Umgang mit Euch selbst. Aus dem Blickwinkel des Veranstalters und mietfiebernden Sportlers konnte ich stets erkennen: Die wissen bei ihrer persönlichen Heldenreise genau was sie tun. Danke für Eure vielen positiven Rückmeldungen und für die hilfreichen Anregungen.

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Um Eure inneren Antreiber zu stärken, habt Ihr mir im Vorfeld Eure persönlichen Musikwünsche für die Runde Nr. 100 und/oder Nr. 194 zukommen lassen. Ingesamt 31 Titel. Diese Musik habe ich vor- und während des Laufes sehr häufig gehört. Schließlich sollte Euch dieser auditive Treibstoff zum richtigen Zeitpunkt unterstützen. Nach Eurem VERTICALMARATHON habe ich alle Lieder immer und immer wieder bei meinem Treppentraining gehört. Es war fantastisch! Euch vor Augen, lief der ganze Samstag nochmal als intensiver und sehr berührender Film vor mir ab. Ein weiterer Effekt: Kaum höre ich Deinen Titel, sofort erscheinst Du mir vor dem geistigen Auge und eine ganz besondere Energie wird freigesetzt. Jeder von Euch hat etwas Einzigartiges an sich was ich bewundern durfte. Da mich Eure Musik ab sofort beim Sport begleiten wird, kann ich mir von dieser Einzigartigkeit immer eine Scheibe abzuschneiden. Danke für diese wunderbare Ressource 🙂 …

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Johannes, Du hast uns wieder allen gezeigt wo Bertl den Most holt. Ich gratuliere Dir zum erneuten Titel. Immer wenn ich Dich sehe, strahlst Du in einer angenehmen und freundlichen Art aus, dass Gewinnen für Dich alles ist! Und Du hast immer „Feuer unterm Hintern“. In der Disziplin 42,195 Kilometer, treppauf und treppab, in einem Treppenhaus, und nur auf Stufen, bist Du das Maß der Dinge. 10 Stunden, 24 Minuten und 34 Sekunden lang hast Du Dich bei Deinem Rekordlauf wieder einer Hürde gestellt, der die meisten Menschen aus gutem Grund ausweichen: Treppenstufen – und zwar 83.808 mal. Du hast Treppenlaufen beim Training als einsam machend beschrieben. Ich hoffe, dass Du angesichts so vieler verhaltensauffälliger und sympathischer Treppenläuferinnen und Treppenläufer in Zukunft ein bisschen mehr Spaß haben wirst. Nimm‘ den Tag doch einfach für Dein persönliches Kopfkino beim nächsten Training. Auf Deine Nachricht hinsichtlich Eures Kindes freue ich mich sehr!

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Georg, Du hast Platz 2 in 10:56:49 erreicht. Dein Lauf war Extraklasse! So viel Power und so viel Freude um Dich herum. Deine Frau, Deine Schwester, Deine Freunde und diese Musik – klar, dass Du so stark unterwegs warst. Ich überlege, solche Vorgehensweisen auf die Liste unerlaubter Maßnahmen zu setzen. Kann ja nicht angehen, dass mir als Veranstalter berichtet wird, dass ein Starter immer wieder seine Frau küsst. Dein Wunschtitel „Go For Gold“ von Andreas Gabalier in Runde 100 passte 100%tig zu Dir und zu Deinem Lauf: „Du stehst da oben im Siegessinn, pochende Venen Adrenalinmaschin, die Wadel beißen hart wie Eisen, Treppenstufen niederreißen, die Zeiten rennen die Schenkel brennen, gewinnen und verlieren können, Du stehst da oben wie ein Kraftsymbol, Leistung bringen Treppenrennen, Fahnen schwingen und alle singen, Die letzten Sekunden, vor dem unsterblich sein, steht dein Land hinter dir …“ – Du hast mich zum Andreas Gabalier Fan gemacht. Dieses Stück haut mich bei körperlicher Belastung voll weg. In Deiner 194. Runde hörten wir alle „I am from Austria“ von Reinhard Fendrich. Du sagst, dass es nach wie vor am schönsten ist, wenn man mit gleichgesinnten etwas gemeinsames erleben kann. Man kann dann nur erahnen, wie Du Dich in der Schlussrunde gefühlt hast. I ziag den huat vur dia.

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Gabi, Dein 3. Platz bei diesen brettharten 194 Runden in 11:12:44 hat Dich glücklich gemacht. Das freut mich ausserordentlich, weil ich weiß wieviel Du in diesen Lauf investiert hast. Dabei denke ich auch an unsere vielen gemeinsamen Trainingsrunden. Du ziehst Dein Ding durch, weil Du weißt was Dir guttut. Als hauptberuflicher Coach kann ich Dir sagen: Das traut sich nicht jeder in der Konequenz. Zum Glück, sonst wäre ich arbeitslos. Du sagtest einmal: „In dem Moment, in dem ich realisiere, durchgekommen zu sein, nicht untergegangen zu sein, könnte ich vor Glück weinen. Es sind überwältigende Glücksmomente, weil ich es kaum fassen kann, anfangs unüberwindbar scheinende Schwierigkeiten und widrigste Bedingungen gemeistert zu haben.“  Lass‘ Dich auch in Zukunft von keinem Miesepeter beirren und mach‘ weiter so. Ich mag‘ Deine Art und freue mich auf weitere gemeinsame Erlebnisse. Viel Erfolg beim allem was Du anpackst, liebe Gabi.

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Marco, Dein 4. Platz in 12:11:45 über die 194 Runden war, um es mit den Worten zu sagen die ich einmal in Radebeul von Dir hörte, ein (sehr) hartes Stück Arbeit. An so einem Tag wie beim VERTICALMARATHON muss alles passen, sonst kann es ungemütlich werden. Manchmal, jeder von uns kennt das, laufen die Dinge nicht optimal. Dennoch hast Du den Lauf in einer sensationellen Zeit gefinisht. Ich ziehe den Hut auch vor Dir und wechsle mal kurz in die Rolle des Marco Summermatter Fans – Der Fan hat auf Deinen Sieg gewettet! Ich hoffe sehr, dass Du in Zukunft wieder dabei sein kannst. Besonders beeindruckt haben mich auch Deine ehrlichen Worte vor dem Lauf: „Den Verticalmarathon fand ich – Sorry Horst – total bescheuert, einen Marathon in einem Treppenhaus mit 7’333 Höhenmetern und 9’700 180 Grad Wenden. Die Leistung der Teilnehmer verdienten aber von Anfang an allerhöchsten Respekt. Auch dieser Anlass faszinierte mich immer mehr, so dass das innere Reisen immer grösser wurde und ich mich nun erstmals der Herausforderung stelle. Zuerst ist ein Lauf verrückt oder gar bescheuert, dann fasziniert er, ein inneres Reisen wird immer grösser und plötzlich nimmt man daran teil. Ein solcher Lauf ist sehr nachhaltig, ich zehre anschliessend noch Tage, Wochen oder gar Jahre davon. So ein Erlebnis bleibt für immer. Es gibt eine tiefe innere Zufriedenheit, was will man mehr?“ Was will man mehr lieber Marco, als mit einem Sportler wie Dir Sport zu machen? Dazu passt Dein Wunschtitel von Christina Stürmer: Was wirklich bleibt …

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Jörg (Henker), Du hast in fabelhaften 12:18:00 den 5. Platz erkämpft. Chapeau! Das schien Dir leicht von der Hand zu gehen. Liege ich da richtig? Du bist so trainingsfleißig, dass es nur logisch wäre. Zudem bist Du ein Vorbild für mich. Wir haben hinsichtlich gewisser gesundheitlicher Probleme ähnliche Ansichten im Umgang damit. Immer wenn ich eine Phase der Schwäche habe, machst Du mir mit Deinem Biss neuen Mut. Danke Dir dafür! Motörhead empfand ich bisher nur als lästigen Krach. Jetzt ist das komplett anders geworden, weil Du ein wirklich feiner Kerl bist. Zugehörigkeitsgefühl verändert also den Musikgeschmack. Interessant, oder? Deine Titel während der 100., 194. und 200. Runde haben mich zum Kauf von einigen Alben motiviert. Hm, Motörhead und Andreas Gabalier sorgen für sofortigen Übergang in eine tiefe Trance bei vollkommener Aufmerksamkeit? Herr Mörth, was sagen Sie als Psychologe dazu? – Unterschiedliche Haltungen und Sichtweisen faszinieren mich. Deine hast Du mir so beschrieben: „Meiner Meinung nach ist der Vertical Marathon nicht nur mit reinem Kräfteaufwand zu finishen. Strategie und Taktik gehören auch dazu. Das zusammen macht es für mich so reizvoll. Vor und nach dem Training kann ich nach Herzenslust berechnen, auswerten, probieren alles wieder verwerfen und wieder neu probieren. Ratschläge aus der ganzen Welt des Sports via Community machen es mir möglich, mich immer weiter zu entwickeln.“ Ich wünsche Dir lieber Jörg, dass Du bei uns auf Deine Kosten gekommen bist. Bis bald!

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André, Dein Lauf auf Platz 6 in 12:52:45 war grandios. Mein erster Eindruck von Dir: Das ist ein sehr erfahrener Sportler, der sich in allerbester körperlicher Verfassung befindet. Jetzt habe ich mitbekommen, dass Du auch ein Trainer bist. Ganz offensichtlich nicht nur einer der theoretisch versiert ist. Auf meine Frage, was für Dich den tieferen Sinn dieses Rennens ausmacht, hast Du geantwortet: „Weil die Idee, einen ganzen Marathon im Treppenhaus zu laufen so bekloppt ist, dass es auch schon wieder geil ist! Außerdem läuft man solch‘ einen besonderen Marathon nicht alle Tage. Straßenmarathon kann ja jeder.“ Als ich Dich in Runde 100 bei AC/DC’s Highway to Hell beobachtete, dachte ich bei mir: Das ist der klassische „Workout Krieger“, der es genießt sich das ganze Jahr in guter Kondition zu halten, um seine Ausdauer und sein Durchhaltevermögen zu verbessern. Der Mann wird einen Weg finden, sein ganzes Leben lang aktiv und athletisch zu bleiben. Du hast es ja angekündigt … – deshalb freue ich mich schon auf ein Wiedersehen spätestens 2018.

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Frank, Du hast es diesmal in Hannover gepackt – ‚war mir seit einem Jahr klar! Platz 7 in 12:53:52 für die vollen 194 Runden. Holla die Waldfee! Du strahltest wie immer die pure Kraft aus. Deine Musik in der finalen Treppenhausrunde: TNT! Man(n) hört halt was man(n) ist … Zweimal sind wir schon gemeinsam gelaufen und diesmal durfte ich Dir zugeschauen. Jedes Mal hat es mir Spaß gemacht. Wir ticken offenbar in einem Bereich sehr ähnlich: Es ist immer wieder schön, beim Sporteln die alten bekannten Gesichter zu sehen. Vor allem wenn man sich auch noch sympathisch ist … . Dein unbedingter Wille es zu schaffen war wirlich beeindruckend.  Ich dachte öfter bei mir: Mann, ist der Frank heute entschlossen! Er macht ernst, wirkt dabei locker und ist gleichzeitig die Zielstrebigkeit in Person. Bei Deinem Finish habe ich mich sehr mit Dir gefreut. Bis bald Frank!

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Andreas, Platz 8 in 13:29:01 für 194 Runden. An anderer Stelle habe ich es schon gesagt: Du bist ein ganz besonderes Exemplar unter den Ausnahmesportlern. Deine Leistung? Einfach riesig! Deine höfliche Art und durchgehend gute Laune hat das Treppenhaus noch ein bisserl heller gemacht. Menschen wie Du machen anderen Mut. Die Diagnose COPD ist eine üble Nachricht mit angstmachender Prognose. Was hast Du als Natur und Bergfreak gemacht? Dem Rauchen Adieu gesagt und mit intensiveren Ausdauersport begonnen. Obwohl das nicht der damaligen Lehrmeinung entsprach. Ein Bergfreak und Naturfreak der nicht mehr auf die Berge kommt? Das geht für Dich gar nicht! Jetzt hast Du den VERTICALMARATHON mit einem Dauerlächeln und reichlich Bier (alkoholfrei) erledigt. Wie Dir vor dem Lauf, läuft’s mir jetzt noch kalt den Rücken runter vor lauter Freude! Deine wunderschönen Lieder (Leona Lewis mit Run und Leo Rojas mit Watch over My Dreams) höre ich, und bin bei Deinen tollen Bergtouren dabei. ‚Muss auch daran liegen, dass ich ein 50%-Österreicher bin und das Herkunftsland meiner Mama liebe. Danke dafür. – Deine Persönlichkeit und Deine ganze Art und Weise hat ausnahmslos jeder sofort gemocht. Auf ein Wiedersehen freue ich mich schon heute.

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Isi, Du extrem coole Startnummer 14! Nach 194 und 83.808 Stufen hast Du als 9te in 14:00:01 gefinisht. Herzlichen Glückwunsch! Ich weiss nicht mehr wer es gesagt hat, und wie oft ich es gehört habe: „Sie wird es wohl nicht schaffen, Sie kämpft jetzt schon …“. Anders als die meisten hast Du Deine Arme schon früh eingesetzt. Das sah nicht nur nach schwerer Arbeit aus. Das war es mit Sicherheit auch. – „Abwarten, Sie ist aus einem besonderen Holz geschnitzt“. Das war meine Reaktion, denn Deinen Marathon im Hamburger Atombunker habe ich heute noch vor Augen und kannte Deine Power. Bereits nach den ersten 3 Runden sagte mir mein Bauch, dass Du die Sache rockst. Komisch, oder? Irgendwie hast Du das ausgestrahlt. „Nur sehr, sehr gut trainierte Körper können das tolerieren“, sagt Professor Ingo Froböse, Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Das Du sehr sehr gut trainiert bist, steht ausser Frage. Deine innere Einstellung wird aber mit Sicherheit auch einen wesentlichen Beitrag geliefert haben. Ich würde mich freuen, wenn sich unsere Wege auf irgendwelchen Stufen wieder kreuzen werden.

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Norbert! Als Du am Vortag des Laufes mit Deinen Kollegen zur Inspektion des Treppenhauses vorbei gekommen bist, dachte ich: Das ist also der Mann, der 2015 den Weltrekord im 5-fach Ultratriathlon unterboten hat und IUTA Gesamtweltcupsieger 2015 wurde. Freundliche und ehrliche Augen hat er. Dieser erste persönliche Eindruck passte zu Deinen Worten hinsichtlich der Beweggründe für so einen Lauf: „Der Vergleich zu den anderen Startern ist mir nicht sonderlich wichtig. Ich mache das für mich und bin realistisch was erhoffte Platzierungen und Ergebnisse anbelangt. Der olympische Gedanke steht immer im Vordergrund. Grundsätzlich freue ich mich beim Vertical-Marathon darauf, mit gleichgesinnten Verrückten ein Treppenhaus zu teilen und miteinander Spaß zu haben“So kam es dann auch. Spaß hattest Du offensichtlich. In Runde 100 gab es für Dich Böhse Onkelz – Wir haben noch lange nicht genug (Wo Genie und Wahnsinn sich verbinden; Wo Worte nicht nach Lügen stinken; Gibt es noch ’nen andern Weg; Der steinig ist, aber den es lohnt zu gehn; Wir ham‘ noch lange nicht; Noch lange nicht genug…). Ein irrer Beschleuniger! Und schließlich nach Runde 194 Dein Kniefall untermalt von den Toten Hosen – Tage wie diese (An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit; An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit; Wünsch ich mir Unendlichkeit). Die österreichische Fahne über dem Kopf und Deine Freunde um Dich herum. Ein grandioses Bild! Wir sehen uns Norbert …

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Jan mein Lieber, Deine Finishermusik war so bombastisch wie Dein Lauf. Dieses Lied ist für mich nun mehr als Musik. Es steht stellvertretend für Deinen unbedingten Willen und Deine Leidenschaft für den Laufsport. Ich bewundere Deinen Mut, weil Du genau wusstest was auf Dich zukommt. Obwohl Deine Vorbereitung alles andere als optimal war, hast Du Dich gestellt. Du hattest kein Problem damit, nicht ganz vorne mitzumischen. Dir war eins viel wichtiger: Standhaft an Deinen Prinzipien festzuhalten – einen Lauf zu laufen weil er Dir Spaß macht und weil Dir die familiäre Atmophäre viel bedeutet. Du legst Wert darauf, wie ein Spiel gespielt wird, nicht nur darauf, ob man gewinnt oder verliert. Vielleicht ist es das was uns persönlich verbindet? Was es auch immer sein mag, Du bist für mich auf jeden Fall ein großer Sportsmann und feinsinniger Freund. Wir beide werden mit Sicherheit noch viele schöne gemeinsame Läufe haben.

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Jean-Louis, über Deine Anmeldung habe ich mich sehr gefreut und wusste Deinen Namen sofort einzuordnen. 2014 sind wir bereits 100 Mal aneinander beim Doppelmarathon in Radebeul vorbeigelaufen. Du in leichter und lockerer Manier, und ich eher nicht … . Diesmal war es ähnlich. Immer wenn Du in Richtung Keller oder Dachgeschoss unterwegs warst, haben Dich die Rundenzähler schon „erkannt“ bevor sie Dich gesehen haben. Sie sagten mir: „Jean-Louis erkennen wir an seinem leichtfüssigen Stil“. – Du hast die 194 Runden echt souverän durchgezogen. Das war einfach spitze! Unglaublich: Erst mit 50 hast Du angefangen zu Joggen, um Deine Kondition zu verbessern. Dein erstes Rennen war dann ein 10 km Lauf, Dein Zweites ein Halbmarathon, und Dein Drittes dann schon ein Marathon. Viele Grossstadtmarathons und auch Gebirgsläufe folgten. Dann bekamst Du Lust auf aussergewöhliche Rennen: Marathon auf der Chinesischen Mauer, Untertage Marathon in Sondershausen, Baikal Marathon über den gefrorenen See im eiskalten Sibirien, 3 Mal Médoc Marathon mit (allen) Weinproben..,Transbaie, Lauf über die Bucht der Somme bei Ebbe und der Mount Everest Doppelmarathon in Radebeul. Der VERTICALMARATHON war für Dich eine logische Folge. Du sagtest kurz vor dem Lauf: „Wenn es klappt in Hannover für mich – und auch wenn es nicht klappt – wird es auf jeden Fall ein tolles Erlebnis! Jean-Louis, Danke das Du dabei warst. Dich kennengelernt zu haben, war ein tolles Erlebnis!

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Marc (Slongo), zu Deinen 170 Runden und 73.440 Stufen möchte ich Dir herzlich gratulieren. Das ist eine aussergewöhnliche Leistung. Du hattest von 2016 noch eine Rechnung offen mit den Treppen in Hannover. Diesmal war es haarscharf und ich hoffe, dass Du einen neuen Anlauf nehmen wirst. Der Ultratreppenlauf gefällt Dir und Du bist auch der einzige Luxemburger der diesen Sport betreibt. Also, das nächste Mal geht der Spaß 24 Runden weiter, okay? Bei Alpenglow (Nightwish) schlägt mein Herz jetzt schon schneller … Ich mag Deine ausgewogene Art und freue mich auf ein Wiedersehen im April!

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Sascha, was war das für ein Fight über 170 Runden?! Dich teilweise so leiden zu sehen war nicht angenehm. Weil wir in der Vergangenheit aber schon gemeinsam gelitten und uns kennengelernt haben, war ich dennoch einigermaßen gelassen. Zudem habe ich während des Laufes ich einige Male auf Dein tiefgehendes Feedback zum „Warum tust Du das?“ geschaut. Du sagtest: „Ich empfinde ich es nicht so, dass ich mir etwas „antue“. Klar werden während des Laufs Momente auftauchen, in denen man sich fragt, wofür man das alles macht. Aber diese Frage ist dann schnell beantwortet: Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, das nur ganz wenige Menschen erleben dürfen. Ähnlich wie beim Berglauf ist es immer ein großartiges Gefühl, wenn man „oben“ angekommen ist. Das Ganze ist wie eine Metapher für das Leben: Wenn du dir deine Kraft gut einteilst, wirst du auch mit kleinen, aber stetigen Schritten irgendwann den Gipfel erreichen. Treppenlauf ist eine eigene Sportart, und über die Marathondistanz erst recht. Neben einer sehr guten Physis ist auch die Willenskraft immer wieder aufs Neue gefragt. Gerade weil die (physikalische) Umgebung immer die Gleiche ist, kann man noch leichter in einen meditativen Zustand gelangen. Andererseits begegnen sich die Treppenläufer und -läuferinnen im Treppenhaus stets auf Neue. Es ist spannend zu beobachten, wie die Teilnehmer über Stunden verschiedene Phasen durchlaufen; von Stolz und Erschöpfung über Hoffnung, Frustation und Euphorie ist alles dabei“. Sascha, danke für den Tag und den inspirierenden Austausch – ich freue mich schon auf die nächsten „Aktionen“ mit Dir!

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Jörg (Rickli), Deinen Lauf mit einem DNF zu versehen ist oberflächlich und moralisch fragwürdig. DNF entspricht für mich nicht der eigentlichen Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass Du (und Dein privates Umfeld) ein großes Bedürfnis nach Fairness und sozialer Gerechtigkeit hast. So groß, dass vor lauter Spenden einsammeln das Training manchmal in Hintergrund geraten ist. Wahr ist, dass Du über 150 Runden und 64.800 Stufen gekämpft und gelitten hast. Du hast alle Register gezogen. Hast Auszeiten genommen, den Physiotherapeuten Henning Kanitz konsultiert und wirklich das letzte aus Dir herausgeholt. Respekt, lieber Jörg. Deine Musik zur 100sten: Stairway to Heaven. Ein Lied über das Schicksal – Du hast mit Deiner vorbildlichen Aktion an Kinder sowie Jugendliche und junge Erwachsene mit tödlich verlaufenden Krankheiten gedacht, bei denen eine Heilung nach dem Stand der Medizin ausgeschlossen ist. Ich danke Dir ganz besonders. Wir alle haben den todkranken Kindern in Syke etwas „abgegeben“ – Du aber noch ein bisserl mehr. Alles Gute für Dich und eine weiterhin motivierte Zeit.

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Liebe Carmen, nach 145 Runden hast Du klug und verantwortungsbewusst gehandelt. 62.640 Stufen sind eine bewundernswerte Leistung – nur wenige Menschen sind bis heute soviele Treppenstufen am Stück gelaufen. Deine Motivation lautet: Immer noch eine „Schippe“ drauflegen und damit die eigene sportliche Leistungsfähigkeit steigern. Gerade wenn die innere Einstellung in Richtung „Ich will stark/fit/gesund sein“ geht, hast Du meiner Meinung nach genau das Richtige getan. Wir haben nur den einen Körper … .  Ich hoffe, Du konntest den Tag dennoch genießen. Mir hat unser Treffen wieder Freude bereitet. Danke Dir und gute Besserung!

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Daniela, wir haben uns am Veranstaltungstag das erste Mal gesehen. Im Vorfeld nanntest Du Deine bereits über 70 absolvierten Marathons/Ultras (u. a. Transalpine Run, 100Meilen Berlin, Triple-Marathon, Jungfrau Marathon). Damit waren die Kriterien für eine Teilnahme am VERTICALMARATHON erfüllt. Die Spende an das Kinderhospiz hast Du als schöne Geste empfunden und Du freutest Dich wie Bolle auf den Lauf. Bei Deinem Wunschtitel, Blutmond von Radio Doria, dachte ich: Wie schön ist das denn? Dein Mantra ist davon abgeleitet: „Doch noch treibt uns alle Zeit der Welt – Durch Tag und Nacht voran„. Am Samstag, 18.02. um 07:00 Uhr durfte ich Dich persönlich begrüßen. Freundlich und knapp sagtest Du: „Ich will nur laufen“. Das hast Du beeindruckende 125 Runden und genau 54.000 Stufen lang gemacht (über 17x das Empire State Building rauf- und wieder runtergelaufen!). Du hattest hoffentlich ein gute Zeit. Mal sehen, wann sich unsere Wege wieder kreuzen. Schön das Du dabei warst!

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Marc (Aschmann), Deine 80 Runden und 34.560 Stufen haben Dir hoffentlich Freude bereitet? Du hast mir vor der Veranstaltung gesagt, dass für Dich der gute Zweck mit dem Kinderhospiz im Vordergrund steht. Auch haben das Gemeinschaftserlebnis und die mentale Herausforderung einen wesentlichen Stellenwert für Dich. Ich möchte Dir an dieser Stelle danken, dass Du nach Deinem Finish noch so lange dageblieben bist und die anderen tatkräftig unterstützt hast. Du hast eigentlich immer gelächelt und spürbar Freude an den anderen gehabt. Dich hat wahrscheinlich jeder gerne um sich … . Deine Haltung zum Thema normal und verrückt finde ich sehr lässig: „Ist es normal, mit 10.000 anderen am selben Strand in Mallorca zu liegen und rot zu werden? Ist es normal, 2 km zur Arbeit mit dem Auto zu pendeln, am besten mit programmierter Standheizung? Ist es verrückt, den ganzen Tag Treppen zu laufen? Some Stairs A Day Keeps The Doctor Away … „. Schön das ich Dich kennenlernen durfte.

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Falko, Du hast nach 43 Runden und über 20.000 Stufen die meiner Meinung nach einzig richtige Entscheidung getroffen. Wenn die Gesundheit auf dem Spiel steht, ist es klug aufzuhören. Erfahrene Sportler wie Du (Ironman, Ostseeman, Wakenitzman, Islandman, Steelman, Strongman, Wüstenmarathon mit Joey Kelly in Namibia) wissen eben was Phase ist. Mich würde interessieren welche Eindrücke Du von dem Tag für Dich mitgenommen hast. Gerade weil Du Dir vom VERTICALMARATHON eine besonders nette und persönliche Atmosphäre erwartet hast (im Gegensatz zu Großveranstaltungen). Deine Vorliebe für besondere Wettkämpfe hast Du dabei auch hervorgehoben. Gute Besserung, lieber Falko!

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Johannes meinte nach dem Lauf, dass ich auf ihn einen angespannten Eindruck gemacht habe. Er kennt mich sonst anders. Mit seinem Gefühl lag er absolut richtig. Momentan bin ich gesundheitlich in einer ziemlich üblen Situation. Ich hoffe von Herzen, dass Ihr mich zu keinem Zeitpunkt als unhöflich oder unfreundlich empfunden habt und sage Danke für diesen sensationellen Tag!

Fotos: © Liesa Flemming, © Mathias Janke